Finanzierungsnetzwerke…Coming soon

Finanzierungsnetzwerke sind ein Thema, das zur Internetökonomie passt wie die Initial Coin Offerings (ICO’s) zur Blockchain. In den nächsten Wochen werde ich hierzu ein kleines Modell vorstellen, dass diese Finanzierungnetzwerke in einen Zusammenhang mit den ICO‘ s darstellt. In meinem Buch „Finanzwirtschaft in der Internetökonomie“ werden dafür die Grundlagen dargestellt. Das Papier wird erst einmal in den nächsten Wochen bei SSRN hinterlegt.

In der Internetökonomie gehen wir davon aus, dass die wirtschaftlichen Bedingungen geprägt sind von Netzwerkstrukturen. Diese Netzwerkstrukturen sind Ausdruck der sich entwickelnden technischen Möglichkeiten und hier ergänzen sich viele Faktoren. So können die Gebiete künstliche Intelligenz, Machine learning, Blockchain und menschliche Anpassungsfähigkeit eine Lösung für viele finanzwirtschaftliche Problemstellungen bieten. Es ist denkbar, dass Unternehmen in diesen Netzwerken sich nicht nur mit Finanzmitteln versorgen, sondern auch nachhaltige Strukturen entwickeln. Hier könnten also Crowdfunding, Leasing, Factoring und vieles andere mehr den Unternehmen automatisch die Grundlagen für die Realisierung ihrer Geschäftsmodelle bieten.
Die technischen Möglichkeiten sind bzw. werden in nächster Zukunft gegeben sein. Das Ergebnis dieser Finanzierungsnetzwerke wäre dann auch damit verknüpft, dass sich private Anleger autonom mit ihren Spargeld dann an wirtschaftlichen Aktivitäten direkt beteiligen könnten – ohne Mittler und ohne unerwünschte Einflüsse.
Mit der Blockchain sind diese Überlegungen keine reine Spekulationen mehr, sondern es wird sich zeigen, dass Bitcoin und Co. die Wegbereiter für neue finanzwirtschaftliche Modelle sind.

Also: Finanzwirtschaft kann sehr spannend werden, wenn den Menschen klar wird, dass ihre Zukunftsgeldströme transparent sind und vielleicht sogar nachhaltig erwirtschaftet wurden (siehe hierzu mein Beitrag in dem neu erschienenen Buch „Nachhaltige Unternehmensführung in der Digitalisierung“.

In der Praxis arbeitet CONDA an einem solchen Netzwerk – hier wird im Pre-Sale zurzeit ein Token heraus gegeben, der regulatorisch abgestimmt die Nutzung eines Utility-Tokens ermöglicht, mit dem Services der Finanzierungsplattform und über die Plattform bezahlt und organisiert werden können. Details finden sie hier.

Warum Blockchain und Bitcoin die Konsequenzen der Internetökonomie sind…………………..

Seit meiner ersten Auflage der „Einführung in die Internetökonomie“ im Jahre 2004 (dem IPO von Google) fragen mich Freunde und Kollegen, was es mit dem Begriff „Internetökonomie“ auf sich hat. Nun haben der amerikanische Ökonom Varian und andere schon Ende der 90-er Jahre mit ihren Veröffentlichungen die Netzwerkwirtschaft skizziert und theoretisch begründet und viele andere haben den Begriff benutzt, aber mit den Ereignisen der 2000-Krise und dem darauffolgenden Crash ist den Menschen dieser Begriff etwas suspekt geworden.
Wir sehen heute, dass die sog. „Digitalisierung“ in allen möglichen Wirtschaftsbereichen (teilweise mit Sorge, teilweise mit zu viel Euphorie betrachtet) entscheidende Veränderungen bewirkt – vieles habe ich auf diesem Blog schon angesprochen (Machine Learning, Verlust der menschlichen Autonomie etc.) und das alles hat auch mit der Netzwerkwirtschaft zu tun (die wir Internetökonomie nennen) – wie das Internet der Dinge etc.
Verglichen mit anderen ökonomischen Ansätzen ist die Internetökonomie keine reine Lehre der Märkte und der Preise – sie ist keine Geldtheorie und viel weniger noch eine Außenhandelstheorie. Sie ist aber der Ausdruck einer technischen Dominanz der Verflechtungen in den Märkten. Sie ist zweifelsohne eine „andere Ökonomie“; Wettbewerb findet häufig in einem veränderten Umfeld von technischen Dominanzen und Entwicklungen statt, Preise werden dynmamisch und zuweilen auch erratisch gebildet; bei vielen Produkten werden Grenzkosten von Null unterstellt (siehe die Inhalteangebote u.ä.) mit erheblichen Auswirkungen auf die Preisbildung und die Angebotsfunktion.

Und wenn wir zum Geld kommen: Geld wird, wie Vieles in der Internetökonomie, errechnet und über Algorithmen abgebildet. Geld wird nicht mehr zentral angeboten, Geld wird nicht mehr zentral über Banken und Zentralbanken gemanagt: Geld ist das Ergebnis eines Rechen- und Abwicklungsprozesses! Dies zu verstehen, ist der entscheidende Punkt. Die Blockchain (siehe die Beiträge und Informationen in der blogroll und unten) ist nicht nur eine Wertekette, sie ist ein neues dezentrales Ordnungsprinzip! Die Blockchain ist der NEXUS einer neuen Ökonomie. Sie ist eine logische Konsequenz des Peer-to-Peer-Gedankens (also der dezentralen Transaktionsmöglichkeiten) – es gibt keine zentrale Macht mehr.

ICO- Exit Scam bei Savedroid nur ein Gag

Savedroid beabsichtigt, eine Krypto-Handelsplattform aufzubauen und Sparmodelle für Token anbieten. Der ICO von Savedroid erbrachte im März 2018 immerhin einen Verkauf von 4 Mrd. Token – in Fiat-Währung rd. 40 Mio. €. Gestern nun war die Website von der Bildfläche verschwunden und es gab auch keine Erreichbarkeit mehr per mail oder Telefon. Heute stellt sich heraus, dass der CEO Yassin Hankir das Ganze nur als Werbegag inszeniert hat, um auf Regulierungsprobleme bei ICO’s hinzuweisen… siehe hier den entspr. Artikel in Wirtschaftswoche-Online vom 19.4.18.

Was ist denn nun in solche Leute gefahren? Anleger verunsichern, daraus einen Spass machen, damit kann dieses Thema wirklich nicht nach vorne gebracht werden. Savedroid hat dem ICO-Markt in Deutschland einen Bärendienst erwiesen. Es wird nun schwerer, dieses Instrument zu forcieren und zu verteidigen. Natürlich ist der Hinweis richtig, dass wir so bald wie mögliche eine Regulierung für dieses Instrument benötigen, dass Standards gesetzt werden und eine treuhänderische Lösung via sog.DAICO’s umgesetzt wird – so wie bei dem u.e. ICO von Ufoodo. Savedroid ist da m.E. nicht mehr so glaubwürdig und der Schuss ging vielleicht nach hinten los!

Coming soon: Wir beschäftigen uns etwas intensiver mit ICO’s

Ein reales Experiment wird zu Beginn unserer ICO-Reihe an dieser Stelle von uns empfohlen (wohlgemerkt riskant – aber vielleicht sehr ergiebig):

Wir unterstützen als MeisCon das Start-Up Ufoodo, eine Delivery-Plattform für Food auf der Basis der Blockchaintechnologie.

Was ist Ufoodo? Hier der Hinweis:

„Ufoodo ist ein Non-Profit-Food-Delivery-Service mit dem Ziel, die On-Demand-Delivery-Service-Branche zu revolutionieren. Mit Hilfe der Blockchain-Technologie und der damit geschaffenen Bezahlmethode, dem ufoodo Token (UFT), schafft ufoodo ein dezentrales Ökosystem, das gleichermaßen den Kunden, Restaurants und Kurieren dienen soll. Die Plattform verbindet Kunden, Restaurants und einen Kurier-Pool direkt und ermöglicht die Interaktion zwischen den verschiedenen Parteien. Die Blockchain bzw. das uChain-Protokoll sorgt für einen sicheren autonomen Prozess und eine transparente Zahlungsabwicklung für Restaurants und Kuriere.“

Es handelt sich bei dem Projekt um eine Weiterentwicklung eines ICO – ein DAICO. Dies gibt den Geldgebern mehr Kontrolle über das Funding! Hier eine Erklärung zu DAICO’s.

Hier noch ein Link zu einem recht gut einführenden Artikel von Frank Schwab über Springer

Why Bitcoin falls down

Why Bitcoin Falls Down.

Remember the mantra. Tech innovations swing between the extremes of meme and electricity. Memes are human sentiment, the animal spirits of the market shooting up and crashing down. Yahoo message boards, Reddit posts, Telegram communities, excited media articles. Electricity, however, is real. It’s discovery and taming led to an industrial revolution, light and progress. Today’s laundromats might be boring and tame, but imagine the first robotic clothes washer animated by electric powers unseen. All tech innovations have a bit of each. Crypto is enjoying its meme moment. Why is Bitcoin going down, after it went up? Let’s talk about the factors that are adding up to the current sentiment.

(1) The first is definitional — Bitcoin (and all crypto) is a volatile early stage technology asset and these massive run-ups and falls are a feature of the asset class, not an exception.

(2) The second is that data points about hacks and Ponzi schemes have been dominating the news. From Tether (which may be trying to print billions of sovereign currency) to Bitconnect (likely Ponzi scheme with a proprietary coin falling from $2.6 billion in marketcap) the Coincheck hack ($500 million Japanese exchange hack), to Arise Bank ($600 million ICO shutdown by the SEC), billions of USD equivalent value keep are literally evaporating from the crypto economy due to bad actors. These issues are not new in the space, but now there is mainstream attention with nearly at trillion at stake, and the regulators are starting in enforcement actions.

(3) The futures market that so many crypto natives were excited about allow professional investors to actually take a bearish view. Oops. This sentiment should reflect back into the price mechanically.

(4) Decentralized systems will supposedly erode the control of centralized systems. So we should not be surprised when centralized systems fight back when coopted for this purpose — from Facebook’s Bitcoin ad block and regulator crackdown on fake bots, to the refusal of credit card issuers and banks to keep financing crypto purchases, to asset managers like Vanguard announcing they won’t create vehicles for the asset class.

None of this should be new information. If in 2002 you asked the music labels whether they like Napster, not only would they answer with a resounding NO, but they would talk about Digital Rights Management and all their plans to fight back. Welcome to creating product-market fit.

Auszug aus dem aktuellen Newsletter vom 5.2 18 von Autonomous Next

Bitcoins und der Windfall-Profit

Je teurer der Bitcoin wird, umso lauter werden die Fragen ob der Tauglichkeit des Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel oder Transaktionsmittel. In erster Linie geht es um den sagenhaften Kursverlauf: von 1030 Dollar im Januar auf jetzt 17.000 Dollar. Die mediale Aufmerksamtkeit hängt alleine an dieser Entwicklung.
Was lese ich heute (15.12.17) bei Spiegel-Online in einem Kommentar von Herrn Fricke:

„Der Mensch scheint für den Umgang mit virtuellen Werten einfach nur sehr eingeschränkt geeignet. Höchste Zeit, uns vor uns selbst zu schützen und den Spuk zu beenden.“

Tja, so einfach ist das nicht. Den Spuk kann keiner mehr beenden – er ist Realität. Virtuelle Währungen sind Realität und werden es noch mehr werden. Ein suboptimales Finanzsystem hat es eigentlich verdient, durch eine Disruption – sagen wir – zumindest verstört zu werden. Bitcoins sind errechnetes Geld, das blitzschnell transferiert werden kann und in seinem Umfang auf 21 Mio. beschränkt ist (die letzten Coins werden wohl im Jahr 2040 geschaffen, heute sind bereits über 16 Mio. geschürft worden.) Es ist ein klarer Prozess: wenn die Menschen glauben, dass Wert im Bitcoins steckt, wird er es auch schaffen auf über 50.000 € zu springen; wer es nicht glaubt, kann über Futures gerne dagegen wetten. Die Welt ist, was dies betrifft, nicht unüberschaubar, sondern sehr einfach.

Andererseits muss man genau beobachten, wie sich die Anteile der Mining-Pools entwickeln – immerhin teilen sich die 5 größten Pools rd. 58 % der Hashrate (die Hash Rate ist die Maßeinheit der Rechenkraft des Bitcoin-Netzwerks). Die Konzentration dieser Kraft ist schädlich für das gesamte Netzwerk, so gibt es andere Schätzungen, die davon ausgehen, dass rd. 80 % der Miningaktivitäten in China stattfinden (Artikel hier). Bedenkenswert ist auch der hohe Stromverbrauch für das Mining eines Bitcoin, der die gesamten Miningkosten in die Höhe treibt. So kostet es heute rd. 6000 Dollar einen Bitcoin herzustellen; mit wachsender Tendenz für das nächste Jahr (siehe hier der Artikel bei Watson). Da viele Miningfarmen in China beheimatet sind und der Strom aus Kohleverstromung kommt, ist die Umweltbeeinträchtigung alamierend.

Wir hoffen, dass die Gewinner aus den Kryptowährungen – es sind Windfall-Profits – ihre Mittel in viele gute ICO’s (also Initial Coin Offerings – eine Art virtueller Börsengang) investieren und die Kritiker Lügen strafen, dass diese Entwicklung keine Werte zustande bringt. Hierzu muss allerdings noch geforscht werden, denn dazu liegen noch zu wenige Daten vor.

Empfehlung: Mit MeisCon zu Crowdfunding

Neben der Empfehlung einer neuen Bankbeziehung für Sie (siehe oben N26), eine weitere Empfehlung:
Wir vermitteln über große deutsche Plattformen mezzanines Kapital (über Crowdinvesting) und Fremdkapital (über Crowdlending). Nutzen Sie neue Finanzierungsmöglichkeiten. Näheres auf meiner Firmenseite. Wir beraten Sie und begleiten Sie bis zur erfolgreichen Finanzierung – und dies zu günstigen Konditionen.
MeisCon