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Megacrash……………….

Heute, Donnerstag den 11. März 2020, wird es noch dunkeler im Anlageuniversum. Der DAX um 10 % runter (Richtung 9000), der Dow Jones auch über 8 % und es scheint kein Halten mehr zu geben. So sieht es also aus, wenn aus dem theoretischen Börsencrash ein wirklicher wird. Die Kryptowährungen sind auch auf Talfahrt – offenbar kann auch hier keine Rettung in Aussicht gestellt werden (Bitcoin gegen 5500 Euro, Ether gegen 126 Euro). Insgesamt sind die Märkte um über ein Viertel bis 30 % gegenüber den Höchstständen von Mitte Februar abgestürzt. Rette sich wer kann…….

Die Psychologie liefert uns die Gründe dafür: Herdenverhalten, Verlustaversion und ein gehöriges Maß an Selbstüberschätzung und Ambiguität (Wahrscheinlichkeitsverzerrung) – offenbar glaubt in diesen Zeiten keiner mehr an die Zukunft und diese kurzfristige Orientierung ist eigentlich die Mutter aller Probleme, die wir momentan so herumschleppen. Es hat nur ein Virus gefehlt, der die Blase unserer Ökonomie zum Platzen bringt (siehe unseren Artikel auf unserem Börsencrash-Blog zum „Schwarzen Schwan“).

Man ahnt vielleicht, dass nichts wieder so ein kann wie es einmal war. Auch wenn die Kryptomärkte crashen, brauchen wir die Vorstellungen von alternativen Ökonomien: „ökonomische Parallelwelten“ , die uns in die Lage versetzen, nicht nur kurzfristig auf Sicht zu fahren, sondern wertbeständig zu wirtschaften.

Crowdfunding und Narrative

Das Unternehmens-Crowdinvesting machte im Jahr 2018 mit 80 Mio. € nur ein Drittel des gesamten Crowdinvesting Marktes aus (die 2019-er Zahlen liegen noch nicht vor) und an der Dominanz des Immobilien-Crowdfundings hat sich nichts geändert. Da lässt die Nachricht aufhorchen, dass das Start Up Sono Motors aus München für die Weiterentwicklung ihres Solarautos über 50 Mio. € eingesammelt hat. Wobei eingesammelt nicht ganz richtig ist, denn die Geldgeber haben erst einmal einen Zahlungslink erhalten und müssen noch die Liquidität liefern – damit sind die 50Mio. € eher ein Zahlungsversprechen. Das Modell von Sono Motors heißt Sion und soll Solarzellen auf dem Dach und an der Seite haben und damit bis zu 35 km in der Stadt fahren können (hierzu das Youtube-Video).
75 Prozent der so eingeworbenen Mittel stammen von Kunden, die das Auto reserviert haben und wohl noch einige Zeit warten müssen, 19 Prozent kamen von Investoren und 6 Prozent über Darlehen und Spenden, teilt das Unternehmen mit. Es handelt sich insofern nicht um ein klassisches Crowdinvesting und dennoch, die Zahlen lassen einen nicht unbeeindruckt zurück. Ein Teil der Summe wurde über eine Plattform eingesammelt, ansonsten hat das Unternehmen die eigenen Social-Media-Kanäle für das Funding genutzt. Hier der gesamte Beitrag:Crowdfunding und Narrativ_02-20

2020 – Jahr der Security Token?

Die Welt der digitalisierten Werte im Internet hat sich in Richtung Security Token gedreht. Token sind digitalisierte Nutzungs- oder Teilhaberechte in einer Welt der Blockchain.
Erzeugt ein Unternehmen Token, die den Nutzern Zugang zu Dienstleistungen oder Produkten geben, spricht man von Utility Token. Ein wesentliches Merkmal dieser Token ist, dass diese nicht als Vermögenswert konzipiert sind, sondern eine Art „digitaler Coupon“ darstellen. Durch den Verkauf dieser Token in einem ICO (Initial Coin Offering) erhält das Unternehmen die benötigten finanziellen Mittel und Investoren erhalten Token, die sie gegen Produkte und/oder Dienstleistungen des gleichen Unternehmens eintauschen können. Leider haben die Erfahrungen der Jahre 2017 und 2018 gezeigt, dass viele der ICO’s Betrug waren. Damit war ein Großteil des Vertrauens in diese Form verloren gegangen.
Ein Security Token leitet seinen Wert hingegen von der Entwicklung des dahinterliegenden Assets ab. Die Herausgabe unterliegt der klassischen Regulierung. Damit wird die Rechtssicherheit erhöht. Security Token können somit Aktien, Anleihen, Genussscheine etc. darstellen und repräsentieren in jedem Fall ein Wertpapier-Investment. Die Übertragung eines Tokens ist mit der herkömmlichen Übertragung einer Aktie vergleichbar. Security Token können einfacher übertragen werden und dies effizient und kostengünstig….Tokenisierte Ökonomie
Dieser Beitrag wird nächste Woche (ab 15-12.19) in Wallstreet Online veröffentlicht!

MeisCon: Finanzierungen mit Crowdinvesting und Blockchain

MeisCon unterstützt Sie bei Gründungsprozessen, hilft bei der Finanzierung (vor allem über Crowdinvesting und Lending) und checkt Ihre Businesspläne.
Darüber hinaus beraten wir kleine und mittlere Unternehmen in Finanzierungsfragen und helfen bei der Finanzierung über ein eigenes Partnernetzwerk und natürlich über Crowdinvesting und Crowdlending. Seit Januar 2019 akzeptieren wir auch Bitcoin und Ether!
Melden Sie sich bei uns MEISCON. Wir freuen uns!

Stand der KI-Aktivitäten im Finanzbereich

Wir wollen uns mit 2 Seiten einer Entwicklung beschäftigen, die das Ausmaß der Herausforderung für die Finanzsphäre verdeutlichen und eine Diskussion begleiten könnte, wie letztendlich in 10 Jahren Geld angelegt wird und wie die Arbeit in Unternehmen und Banken organisiert wird. Künstliche Intelligenz (KI) wird von vielen noch als Zukunftsmusik beschrieben, wobei sie heute allenthalben anzutreffen ist: selbst fahrende Autos, Sprachsteuerung, Übersetzungen, Bilderkennung…
In den Backoffices der Unternehmen und Banken werden die Folgen der KI-Evolution in den nächsten Jahren am ehesten zu spüren sein. Nach einer Arvato/AT-Kearny-Studie aus dem Jahr 2018 ist davon auszugehen, dass in 10 Jahren über 50 % aller Backoffice-Arbeiten per RPA ersetzt oder auch unterstützt werden. RPA (Robot Process Automation) ist der Einstieg in die KI der Prozesse, die letztendlich zuerst die Back-Ends vollständig automatisieren werden und dann auch die Front-Ends in diese Richtung bringen. KI im FInanzsegment.

Bitcoin-Turbulenzen: wo führt es hin?

Der Bitcoin macht mal wieder von sich reden, weil er einfach diese rigorose Volatilität nicht verliert. Nach den Höchstständen im Sommer 2019 (Ende Juni von über 13.000 Dollar) sehen wir nun wieder niedrige Stände von rund 8.200 Dollar Anfang Oktober 2019 – also ein Absenken von knapp 37 %. Für eine Leit-Kryptowährung ist das nach über 10 Jahren der Begründung einfach zu viel…oder?

Es gibt viele Gründe dafür: so hat der enttäuschende Start der Bitcoin-Future-Handelsplattform Bakkt zur Ernüchterung geführt. Hatte man ursprünglich immer argumentiert, dass die Möglichkeit des Handels von Future-Kontrakten den Bitcoin Kurs stützen würde, führte dieser Start zu einem Ausverkauf, der eine Reihe von Hebeleffekten (Liquidation von Handelspositionen aufgrund eines Auf- oder Abschwungs des Preises) auslöste. Das beeinträchtigte die Marktstimmung und verlängerte den Verkaufsdruck (siehe hierzu der Newsletter von Autonomous Next vom 3.10.2019)…..

Ein anderer Aspekt sollte allerdings aufhorchen lassen: das anstehende Bitcoin-Halving im nächsten Jahr könnte den Bitcoin attraktiver werden lassen. Mehr in Bitcoin_Update 10-2019.

Konjunkturkrise, ökologische Krise und alternative Assets

Es wird deutlich, dass sich die wirtschaftliche Situation verschlechtert – was normal und erwartbar ist, wenn man die grundsätzliche Möglichkeit von Konjunkturzyklen als gegeben einstuft. Nun ist erneut das BIP leicht gesunken und es wird über eine Rezession gesprochen.
Problematisch ist, dass die EZB in den letzten Jahren ihr Pulver bereits verschossen hat (Liquiditätsfalle nach Keynes) und die Fiskalpolitik an die „schwarze Null“ gekoppelt ist. Dabei gäbe es beträchtlichen Nachholbedarf im Infrastrukturbereich und bei ökologischen Projekten. Hier hat sich die Regierung noch nicht deutlich positioniert, ob sie da wirklich gegensteuern will und wie sich das Problem der „schwarzen Null“ angehen will. Das kann womöglich nach hinten losgehen….
Ein langfristiger Blick wäre hier noch fast wichtiger: die Carbon Blase, die offenbar nicht genügend beachtet wird (siehe hierzu ein Faktenfilm von Carbon-Tracker).
Offenbar wird die Bedeutung der Klimakrise für die Vermögenswerte unterschätzt, denn wenn große Teile der entdeckten Öl- und Kohlevorkommen (eine Zahl aus dem o.g. Film: zwischen 15 bis 20 % der weltweiten Aktienmärkte sind Carbon-abhängig!!) aus Klimaschutzgründen und Ertragsgründen (die Erneuerbaren werden immer günstiger) entwertet werden, dann werden große Aktienvermögen vernichtet und dies kann sich in der genannten Carbon Blase ausdrücken. Auf alle Fälle deutet sich hier eine Dynamik an, die zu erheblichen Verwerfungen führen kann mit krassen Konsequenzen für die Volkswirtschaften.
Ach ja: was hier nicht fehlen darf: die Verbindung zu den alternativen Assets – den Kryptoassets. Diese dürfen natürlich nicht unterschätzt werden und logischerweise wird der Bitcoin mittel- bis langfristig an Wert gewinnen und der Ether sowieso. Sie runden das Portfolio ab mit ihrer geringen Korrelation zu den Aktienmärkten und ihrem Wachstumspotential. Und wenn erst noch Libra kommt……Also kann es nur heißen, in alternative Energien und in alternative Kryptoassets zu investieren.

Libra – eine neue Kryptowährung?

Libra ist das neue Licht am Horizont der Kryptowährungen. Zuerst kam das digitale Gold in Form von Bitcoin im Jahr 2009 auf, dann der von Ethereum angeführte Utility-Token im Jahr 2014 und jetzt wurde die globale Finanzwelt durch Facebooks Stablecoin Libra aufgeschreckt. Jede dieser Innovationen hat bereits jetzt seinen Zweck erfüllt und kann als Weiterentwicklung betrachtet werden. Der Bitcoin hat das Tor zu den Kryptowährungen und zur Blockchain geöffnet, Ethererum die Welt der „Smart Contracts“ und der dezentralen Applikationen.

In dem Whitepaper zu Libra heißt es sinngemäß, die Hauptaufgabe von Libra besteht darin, eine einfache globale Währungs- und Finanzinfrastruktur zu schaffen, die Milliarden von Menschen befähigt, Zahlungen zu leisten, auch und gerade in Ländern, wo Menschen eher Zugang zu Mobiltelefonen haben als zu Bankdienstleistungen. Alleine diese Absichtserklärung wäre unglaubwürdig, käme sie nicht von Facebook und weiteren namhaften 27 Partnern (u.a. Pay Pal, Mastercard, Visa, Uber etc.). Dennoch ist die Herausforderung riesig und es scheint, dass man sich viel vorgenommen hat. Siehe hierzu mein Papier:Liba Krypotwährung_06-19

Dekarbonisierung und Fintechs

Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit sind aktuelle Schlagworte in der politischen Diskussion – vor allem in Deutschland. Grund genug für einen Blick auf das weltweite Investitionsverhalten in Bezug auf erneuerbare Energien. Die Investitionen schwanken seit 2011 und sind nicht wesentlich gewachsen, was natürlich die Frage aufwirft, wie denn eine Umstrukturierung der Weltenergie bewerkstelligt werden kann, wenn sie weiterhin so carbonlastig bleibt. Die Aktienwerte der Welt sind noch überwiegend auf die Carbonindustrien ausgerichtet, was die zukünftige Wirtschaft natürlich zu spüren bekommt, wenn Carbonwerte an Bedeutung verlieren….. den ganzen Artikel hier. .Dekarbonisierung und Fintechs