Warum mal nicht über das Ganze schauen?

Ein kurzer Einwand zu den Mainstream-Meinungen, die sich angesichts der Corona-Pandemie, der drohenden ökologischen Katastrophe und der drohenden Rezession eigentlich nur durch sich immer wiederholende, teilweise einfältige Analysen einbringen (und natürlich auch gehört werden); aber ist das ganze „Ding“ nicht einfach zu groß, um es so abzutun?
Ein Virus ist über die Welt gekommen und hat die Weltwirtschaft lahmgelegt und rd. 1/3 der Weltbevölkerung in den Shutdown gebracht, das Klima wird sich erwärmen und zwar um mehr als 2 Grad (wenn man kein notorischer Optimist ist, muss man das annehmen) und die aktuelle Depression (aus irgendwelchen Gründen sprechen alle lieber von der harmlosen Rezession) wird durch eine Verschuldungsorgie bekämpft, die ihresgleichen sucht. Man möchte ja kein Spielverderber sein und als Keynesianer erst recht nicht.
All dies kann nicht getrennt voneinander gesehen werden. Ökonomen neigen zu verkürzten Modellsichten, die nicht unbedingt immer hilfreich sein können. Daher: es muss grundlegend gezweifelt werden, ob die Märkte und die Politik diese Gemengelage einfach mit alten Rezepten in den Griff bekommen werden.
Die Ausarbeitung von Alternativen ist leichter gesagt als getan: die alternative Internetökonomie hat einen ordentlichen Schub bekommen, kann aber das sich ausbreitende Loch nicht füllen. Verantwortliche Wirtschaftspolitk müsste heute klare Schnitte machen: keine Kohlesubventionen mehr, konsequente Forschungsförderung, ein wirkliches Grundeinkommen und die Förderung aller dezentraler Wirtschafts- und Finanzierungsformen.
Die Mehrwertsteuersenkung ist genauso wenig wirksam und teuer wie eine Subventionierung des Flugverkehrs oder der Reiseindustrie. Es mag etwas schwülstig anmuten, aber der Virus hat die Macht übernommen und uns einige Aufgaben gestellt und uns vielleicht den einen oder anderen Gefallen getan. Warum tun wir uns so schwer, das wirklich zu analysieren?

Wirecard…..ein Versagen auf vielen Ebenen: die Blockchain sollte übernehmen!

Mittlerweile ist Wirecard pleite – die Ereignisse überschlugen sich in dieser Woche. Die Aktie ist ein Pennystock; den Ausgang nahm diese Entwicklung, weil der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young letzte Woche das Testat verweigerte, im wesentlichen, weil über Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro „keine ausreichenden Prüfungsnachweise“ erlangt werden konnte. Schon im letzten Jahr hatte die Financial Times über Unregelmäßigkeiten berichtet, das führte aber nur dazu, dass die Firma in den Abwehrmodus schaltete und die Bafin Leerverkäufe verbot – was angesichts eines drohenden Dilemmas ohnehin schon bemerkenswert ist (Finden Sie hier sehr gut zusammengestellt: eine Zustandsbeschreibung von Finanz-Szene.de Genannte Finanz-Szene hat denn auch letzte Woche Freitag (19-06-20) eine Analyse veröffentlicht, die sehr lesenswert ist (siehe hier)

Daher möchte ich mich nur auf das Fragen beschränken: wie ist es möglich, dass bei einem sehr großen Zahlungsdienstleister (laut Statista mit einem Jahresumsatz von 2 Mrd.€ in 2018 – die Zahlen für 2019 sind ja nicht testiert) solche Beträge nicht nachgewiesen werden können, wieso haben wir überhaupt eine Aufsicht, die bereits in der Finanzkrise sich nicht mit Ruhm bekleckert hatte, und was macht das Ganze mit dem Zahlungsverkehr im Internet – immerhin boomt ja das Geschäft seit Corona und viele Menschen nutzen verstärkt den Onlinehandel? Wir haben keine Antworten auf diese Fragen, aber es ist hervorzuheben, dass die reflexartigen Antworten auf die Veröffentlichungen der Financial Times im letzten Jahr irgendetwas mit der Einschätzung zu tun haben müssen, dass ein großes deutsches Finanzunternehmen (zudem noch eine Art FinTech) doch nicht so einen Schlamassel verursachen kann. Die Aktie kam in den DAX und große Fonds haben umfangreich in die Aktie investiert und damit auch Kleinanleger mit ins Boot geholt.

Wirecard ist ein Beispiel für Unfähigkeiten von Wirtschaftsprüfern, Managern und Aufsicht. Ein vorsichtiger Anleger hätte aber schon im letzten Herbst darauf kommen können, die Finger von der Aktie zu lassen. Gut ist, dass das Desaster Raum schafft für alternative Zahlungsdienstleister oder …die Blockchain.
Wirecard und die Reaktionen auf den Betrug bei Politikern und Medien zeigen auch Züge gewisser Ahnungslosigkeit…die Internetökonomie braucht Zahlungsdienstleister wahrscheinlich gar nicht mehr….die Blockchain kann übernehmen! Siehe den Beitrag von BTC-Echo von heute 26-06-20!

Corona-Paradox: Aktienrallye und wirtschaftlicher Niedergang

Oft fragen mich Studenten, wieso die Aktienmärkte in Zeiten, in denen wirtschaftliche Rezession oder fast schon Depression herrscht, ein so starkes Wachstum hinlegen: der S&P 500 stieg seit dem tiefsten Stand im März um fast 40 %, der DAX sogar um über 45 %. Und nicht nur Studenten fragen dies, sondern es herrscht allgemein eine Irritation über so eine starke Abkoppelung der Aktienmärkte von der Realwirtschaft. Sicher, an den Märkten wird mit der Zukunft gehandelt, aber dies reicht hier für eine Erklärung wohl nicht aus. Die realen Wachstumserwartungen lt. IMF für den Euro-Raum im Jahr 2020 liegen bei – 7,5 % (2021 bei 4,7 %), für die USA bei -5,9 % (2021 bei 4,7 %) und China bei nur 1,2 % (2021 bei immerhin 9,2 %). Dies sind keine guten Zahlen und können den Zustand der Aktienmärkte nur mäßig erklären.
Andererseits gibt es auch Gewinner in diesem Feld: nämlich einige Unternehmen der Internetökonomie wie Apple, Amazon, Alphabet, Facebook, Microsoft. Die Aktien dieser „Big Five“ haben in der Zeit von März bis Anfang Juni 2020 im Schnitt um 12 % dazugewonnen (Amazon allein 25 %): offenbar macht sich dies im Index bemerkbar, wenn diese „Big Five“ ca. 20 % der Marktkapitalisierung des S&P 500 ausmachen.
In Europa gibt es keine solche digitalen Schwergewichte, hier kommt eher ein anderer Faktor ins Spiel, nämlich die massiven Stützungskäufe und Hilfspakete der Notenbank und der Regierungen. Allerdings sollte hier die Frage untersucht werden, wer am meisten von diesen Paketen profitiert. Kauft die Notenbank Unternehmensanleihen auf, hilft das eher großen Kapitalmarkt-orientierten Unternehmen. Große Konzerne wie TUI und Lufthansa erhalten zudem erhebliche staatliche Hilfen (TUI erhält einen staatlichen Kfw- Kredit in Höhe von 1,8 Mrd. € und Lufthansa realisiert ein Hilfspaket in Höhe von 9 Mrd. €).
KMU erwirtschaften rund 44 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und stellen fast die Hälfte aller Arbeitsplätze. Sie haben häufig keinen Zugang zum Kapitalmarkt und sind mit zu wenig Liquiditätsreserven ausgestattet. Wenn also eine Gruppe die Realwirtschaft repräsentiert, dann sind es diese Unternehmen. Sobald die Banken hier ihre Ampeln auf Rot stellen, weil die Bonität dieser Unternehmen einbricht, dann hat dies erhebliche Auswirkungen. Es wäre berechtigt, die Ausrichtungen der ganzen Hilfspakete zu hinterfragen: wäre es nicht besser gewesen, mit Garantien für mittelständische Unternehmen großzügiger umzugehen und die Kapitalbasis dieser Unternehmen auch mit innovativen Finanzprodukten zu stärken, wenn man wirklich der Realwirtschaft helfen wollte?
Insgesamt gesehen deuten sich sektorspezifische Verwerfungen an: digitale Unternehmen und Dienstleister profitieren, die Gesundheitsbranche ebenfalls, aber mittelständische Dienstleister im Gastronomie- und Tourismusbereich erleben die schlechtesten Umsatzzahlen seit langem. Die in Deutschland so wichtige Automobilindustrie kämpft mit einem hohen Absatzrückgang und wird wohl auch bald Entlassungen ankündigen müssen, das Tal der Tränen wird zudem von strukturellen Problemen vertieft. Alle die zuletzt genannten Faktoren haben erheblichen Einfluss auf die Realwirtschaft, aber es ist nicht verwunderlich, wenn die Instrumente der „Old Economy“ hier nicht weiterhelfen.
Diese Krise ist so außergewöhnlich und die Lernkurve kann gar nicht so steil werden, so dass die alten Instrumente auf keine offensichtlichen Alternativen stoßen.

Ökonomie im Stress: Beschleunigt sich die Digitalisierung?

Viele Kommentatoren sagen seit einigen Wochen, so eine Krise hatten wir seit dem letzten Weltkrieg nicht mehr erlebt: die Wirtschaft wurde heruntergefahren und ein Drittel der Weltproduktion steht still. In der Tat hat es ein einzelner Virus geschafft, die Welt zum großen Teil zum Stillstand zu bringen – alles, was mit physischer Nähe zu tun hat, ist verpönt. Es ist nicht nur Ignoranz, die die Welt dahingetrieben hat, sondern auch Ausdruck von fehlender Demut, dass die Menschen so in den Tag gewirtschaftet haben und sich gedacht haben, warum Vorsorge im Gesundheitssystem treffen, Mundschutzmasken auf Vorrat halten oder überhaupt an die Zukunft denken.
Es ist offenkundig, dass diese Form der Ökonomie nicht nachhaltig ist. Die Strategie, nur die Kosten im Auge zu haben und vieles in den Lieferketten auf „Kante zu nähen“, musste bei einer solch intensiven Störung im Zuge einer Pandemie zum Scheitern verurteilt sein. Schon nach der letzten großen Sars-Pandemie 2003 hätte ein Impfstoff entwickelt werden sollen, aber weder die Staaten noch Unternehmen haben angesichts des leichten Verlaufs dieser Epidemie dieses Projekt auf die Agenda gesetzt.
Die Schäden nun sind so immens, dass ganze Volkswirtschaften auf längere Zeit massiv geschwächt werden: höhere Staatsverschuldung, höhere Arbeitslosigkeit, mehr Armut. Heute wird vieles in der Finanzpolitik möglich gemacht: Helikoptergeld in den USA oder auch das massive Steigern der Staatsschulden in vielen Ländern All das wird so verkündet, als gäbe es keine Budgetgrenzen mehr. Nur: es wird auch hierfür der Tag der Abrechnung kommen, soviel steht fest. Viele Ökonomen sind im Panik- und Stressmodus und tun alles, was sie dachten, immer tun zu müssen in ihrer Mainstreamwelt der Ökonomie.
Auf der anderen Seite sehen wir die Bedeutung der digitalen Ökonomie (der Internetökonomie). Die Menschen kaufen in großem Stil online ein, sie tauschen sich intensiver in Netzwerken aus, sie arbeiten im Home-Office – natürlich häufig gezwungenermaßen. Die Menschen merken, dass sie ihr Leben auf einmal ohne Netzwerke, ohne Datenaustausch überhaupt nicht mehr meistern können – das Internet und die daran anknüpfbare Technologie ist nicht mehr wegzudenken. Warum nicht annehmen, dass sich dies so schnell nicht mehr ändert? Die Logistik könnte stärker auf dieses Onlinegeschäft ausgerichtet werden, andererseits könnten die Lieferketten und Vorleistungsbeziehungen im europäischen Raum regionalisiert und mit dezentralen Datenbanken (Distributed Ledger) verknüpft werden, zumal künstliche Intelligenz diese Ausrichtung unterstützen könnte (Studien zeigen, dass sich dezentrale Produktionen und Wertschöpfungen über Maschinen in Zukunft stärker lohnen könnten).
Warum die Umstellung auf die „neue Ökonomie“ nicht zum Gegenstand von Staatssubventionen machen oder auch ökologische Projekte verfolgen, anstatt nur panisch die Gießkanne zu bedienen? Um es deutlich zu sagen: ohne die Internetökonomie wären wir heute in einer noch katastrophaleren Situation!
Das Netz hält aber noch so viel mehr Möglichkeiten bereit: „Decentral Finance“ über die Blockchain hat ein ausgeprägtes Potential, die Finanzwelt zu verändern und auch dezentrale Projekte in der Volkswirtschaft zu fördern. Dies alles ist nicht wirklich neu, erfährt aber heute vielleicht im Lichte von Corona einen kräftigen Schub.

Megacrash……………….

Heute, Donnerstag den 11. März 2020, wird es noch dunkeler im Anlageuniversum. Der DAX um 10 % runter (Richtung 9000), der Dow Jones auch über 8 % und es scheint kein Halten mehr zu geben. So sieht es also aus, wenn aus dem theoretischen Börsencrash ein wirklicher wird. Die Kryptowährungen sind auch auf Talfahrt – offenbar kann auch hier keine Rettung in Aussicht gestellt werden (Bitcoin gegen 5500 Euro, Ether gegen 126 Euro). Insgesamt sind die Märkte um über ein Viertel bis 30 % gegenüber den Höchstständen von Mitte Februar abgestürzt. Rette sich wer kann…….

Die Psychologie liefert uns die Gründe dafür: Herdenverhalten, Verlustaversion und ein gehöriges Maß an Selbstüberschätzung und Ambiguität (Wahrscheinlichkeitsverzerrung) – offenbar glaubt in diesen Zeiten keiner mehr an die Zukunft und diese kurzfristige Orientierung ist eigentlich die Mutter aller Probleme, die wir momentan so herumschleppen. Es hat nur ein Virus gefehlt, der die Blase unserer Ökonomie zum Platzen bringt (siehe unseren Artikel auf unserem Börsencrash-Blog zum „Schwarzen Schwan“).

Man ahnt vielleicht, dass nichts wieder so ein kann wie es einmal war. Auch wenn die Kryptomärkte crashen, brauchen wir die Vorstellungen von alternativen Ökonomien: „ökonomische Parallelwelten“ , die uns in die Lage versetzen, nicht nur kurzfristig auf Sicht zu fahren, sondern wertbeständig zu wirtschaften.

Crowdfunding und Narrative

Das Unternehmens-Crowdinvesting machte im Jahr 2018 mit 80 Mio. € nur ein Drittel des gesamten Crowdinvesting Marktes aus (die 2019-er Zahlen liegen noch nicht vor) und an der Dominanz des Immobilien-Crowdfundings hat sich nichts geändert. Da lässt die Nachricht aufhorchen, dass das Start Up Sono Motors aus München für die Weiterentwicklung ihres Solarautos über 50 Mio. € eingesammelt hat. Wobei eingesammelt nicht ganz richtig ist, denn die Geldgeber haben erst einmal einen Zahlungslink erhalten und müssen noch die Liquidität liefern – damit sind die 50Mio. € eher ein Zahlungsversprechen. Das Modell von Sono Motors heißt Sion und soll Solarzellen auf dem Dach und an der Seite haben und damit bis zu 35 km in der Stadt fahren können (hierzu das Youtube-Video).
75 Prozent der so eingeworbenen Mittel stammen von Kunden, die das Auto reserviert haben und wohl noch einige Zeit warten müssen, 19 Prozent kamen von Investoren und 6 Prozent über Darlehen und Spenden, teilt das Unternehmen mit. Es handelt sich insofern nicht um ein klassisches Crowdinvesting und dennoch, die Zahlen lassen einen nicht unbeeindruckt zurück. Ein Teil der Summe wurde über eine Plattform eingesammelt, ansonsten hat das Unternehmen die eigenen Social-Media-Kanäle für das Funding genutzt. Hier der gesamte Beitrag:Crowdfunding und Narrativ_02-20

2020 – Jahr der Security Token?

Die Welt der digitalisierten Werte im Internet hat sich in Richtung Security Token gedreht. Token sind digitalisierte Nutzungs- oder Teilhaberechte in einer Welt der Blockchain.
Erzeugt ein Unternehmen Token, die den Nutzern Zugang zu Dienstleistungen oder Produkten geben, spricht man von Utility Token. Ein wesentliches Merkmal dieser Token ist, dass diese nicht als Vermögenswert konzipiert sind, sondern eine Art „digitaler Coupon“ darstellen. Durch den Verkauf dieser Token in einem ICO (Initial Coin Offering) erhält das Unternehmen die benötigten finanziellen Mittel und Investoren erhalten Token, die sie gegen Produkte und/oder Dienstleistungen des gleichen Unternehmens eintauschen können. Leider haben die Erfahrungen der Jahre 2017 und 2018 gezeigt, dass viele der ICO’s Betrug waren. Damit war ein Großteil des Vertrauens in diese Form verloren gegangen.
Ein Security Token leitet seinen Wert hingegen von der Entwicklung des dahinterliegenden Assets ab. Die Herausgabe unterliegt der klassischen Regulierung. Damit wird die Rechtssicherheit erhöht. Security Token können somit Aktien, Anleihen, Genussscheine etc. darstellen und repräsentieren in jedem Fall ein Wertpapier-Investment. Die Übertragung eines Tokens ist mit der herkömmlichen Übertragung einer Aktie vergleichbar. Security Token können einfacher übertragen werden und dies effizient und kostengünstig….Tokenisierte Ökonomie
Dieser Beitrag wird nächste Woche (ab 15-12.19) in Wallstreet Online veröffentlicht!

MeisCon: Finanzierungen mit Crowdinvesting und Blockchain

MeisCon unterstützt Sie bei Gründungsprozessen, hilft bei der Finanzierung (vor allem über Crowdinvesting und Lending) und checkt Ihre Businesspläne.
Darüber hinaus beraten wir kleine und mittlere Unternehmen in Finanzierungsfragen und helfen bei der Finanzierung über ein eigenes Partnernetzwerk und natürlich über Crowdinvesting und Crowdlending. Seit Januar 2019 akzeptieren wir auch Bitcoin und Ether!
Melden Sie sich bei uns MEISCON. Wir freuen uns!

Stand der KI-Aktivitäten im Finanzbereich

Wir wollen uns mit 2 Seiten einer Entwicklung beschäftigen, die das Ausmaß der Herausforderung für die Finanzsphäre verdeutlichen und eine Diskussion begleiten könnte, wie letztendlich in 10 Jahren Geld angelegt wird und wie die Arbeit in Unternehmen und Banken organisiert wird. Künstliche Intelligenz (KI) wird von vielen noch als Zukunftsmusik beschrieben, wobei sie heute allenthalben anzutreffen ist: selbst fahrende Autos, Sprachsteuerung, Übersetzungen, Bilderkennung…
In den Backoffices der Unternehmen und Banken werden die Folgen der KI-Evolution in den nächsten Jahren am ehesten zu spüren sein. Nach einer Arvato/AT-Kearny-Studie aus dem Jahr 2018 ist davon auszugehen, dass in 10 Jahren über 50 % aller Backoffice-Arbeiten per RPA ersetzt oder auch unterstützt werden. RPA (Robot Process Automation) ist der Einstieg in die KI der Prozesse, die letztendlich zuerst die Back-Ends vollständig automatisieren werden und dann auch die Front-Ends in diese Richtung bringen. KI im FInanzsegment.