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Krieg in Europa

Der Überfall von Russland auf die Ukraine gestern und die Drohungen Russlands gegen den Westen, die sich wie eine Androhung eines Nuklearkriegs anhören, haben die weltweiten Märkte stark durchgerüttelt. Die Ausschläge auf den Aktienmärkten waren allerdings moderat und nicht crash-mäßig: der DAX verlor am 24. Februar rd. 4 % und erholt sich am nächsten Tag wieder, der Dow Jones drehte am Ende des Handelstages sogar leicht ins Plus. Gravierender waren die Auswirkungen auf die Moskauer Börse (minus 50 %) und auf die Rohstoffmärkte (Öl- und Gaspreise steigen stark – der Gaspreis stieg am 24.2.22 um 60 %). Es muss kaum betont werden, dass die Inflationssorgen angesichts dieser Preisschocks wachsen werden.
Der Tag hat noch etwas bewirkt: es wird Umschichtungen in den Staatsbudgets der NATO zugunsten der Militärausgaben geben und dies zulasten von Sozial-, Umwelt- und Technologieförderungsbudgets. Die Prioritäten werden neu bestimmt und das wird nichts Gutes bedeuten.
All dies ist derart dramatisch, dass sich die Ökonomen schwertun, die Konsequenzen zu formulieren. Kriegsängste, Inflationsängste und wirtschaftliche Verwerfungen werden jedenfalls keine positiven nachhaltigen Effekte haben – abgesehen davon, dass die Militärindustrie ein Gewinner sein dürfte.
Die Kern-Krypto-Werte sind auch in den Keller gegangen, können sich aber heute (am 25.2.22) wieder berappen und zeigen starke Tendenzen nach oben. Die Anleger müssen sich überlegen, wie sich die möglichen Krisen im herkömmlichen Finanzsystem und die Inflation auf sie auswirkten und sie können zu dem nachvollziehbaren Schluss kommen, dass Krypto ein Gewinner der Entwicklung sein kann, aber nicht sein muss.