Momentum-Strategien als Ergänzung zum Portfolio?
Momentum-Strategien versprechen höhere Renditen als klassische Aktienindizes. Tatsächlich ist der Effekt wissenschaftlich gut dokumentiert. Doch seine Risiken werden häufig unterschätzt. Gerade die zunehmende Automatisierung der Finanzmärkte wirft neue Fragen auf.
Die Idee klingt überzeugend: Aktien, die in den vergangenen Monaten besonders stark gestiegen sind, werden sich wahrscheinlich auch künftig überdurchschnittlich entwickeln. Auf diesem Prinzip basiert die sogenannte Momentum-Strategie. Sie gehört inzwischen zu den etablierten Anlagestrategien und wird zunehmend durch börsengehandelte Indexfonds (ETFs) umgesetzt.
Während der MSCI World in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 13,6 Prozent erzielte, waren es beim MSCI World Momentum 15,7 Prozent. Ein Renditevorsprung von gut zwei Prozentpunkten jährlich kann langfristig erhebliche Vermögensunterschiede bewirken.
Doch daraus folgt keineswegs, dass Momentum-Anlagen grundsätzlich überlegen sind.
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