Steigende Zinsen treffen Startups nicht immer direkt. Viele junge Unternehmen finanzieren sich zunächst nicht über klassische Bankkredite, sondern über Business Angels, Venture-Capital-Fonds oder andere Eigenkapitalinvestoren. Trotzdem hat das allgemeine Zinsniveau erheblichen Einfluss darauf, wie leicht oder schwer Startups an Kapital kommen.

Der wichtigste Zusammenhang ist einfach: Wenn sichere Anlagen wieder attraktive Renditen bieten, muss sich ein riskantes Startup-Investment stärker lohnen.
In Zeiten sehr niedriger Zinsen war die Ausgangslage für Investoren ungewöhnlich. Staatsanleihen, Bankeinlagen und andere vergleichsweise sichere Anlagen warfen kaum Erträge ab. Wer höhere Renditen erzielen wollte, musste größere Risiken eingehen. Davon profitierten auch Startups und Venture-Capital-Fonds.
Steigen die Zinsen, verändert sich diese Rechnung. Wenn Investoren mit relativ sicheren Anlagen wieder attraktive Renditen erzielen können, wird die Messlatte für riskantere Investments höher. Ein Startup muss dann eine deutlich größere Renditechance bieten, damit sich das zusätzliche Risiko aus Sicht des Investors lohnt. Das hört sich zwar theoretisch an, hat aber erhebliche praktische Auswirkungen.

Der ganze Beitrag: Steigende Zinsen und start Ups 09-26