Seit Ende 2025 hat der US-Dollar deutlich an Wert verloren. Gegenüber dem Euro bewegte sich der Wechselkurs Anfang 2026 zeitweise um die Marke von 1,20 Dollar je Euro, nachdem der Dollar in den Jahren zuvor als außergewöhnlich stark gegolten hatte. Der Rückgang ist kein kurzfristiger Ausreißer, sondern Ausdruck veränderter Erwartungen an Geldpolitik, Staatsfinanzen und politische Rahmenbedingungen in den USA. Mehrere Analysen sprechen inzwischen von einer anhaltenden Schwächephase im Jahr 2026.

1. Die beobachtbare Entwicklung
Der Dollar-Index, der den Dollar gegenüber wichtigen Währungen misst, ist von Niveaus über 100 im Jahr 2025 unter diese Schwelle gefallen. Gleichzeitig hat der Euro innerhalb von zwölf Monaten rund 14 % gegenüber dem Dollar aufgewertet. Laut historischen Wechselkursdaten wurde am 27. Januar 2026 mit 1,2019 USD je EUR ein neues Hoch erreicht [3][4].
Diese Bewegung wird von Marktbeobachtern als Signal interpretiert, dass sich die frühere Dollar-Stärke abgeschwächt hat und Anleger ihre Erwartungen anpassen.

2. Geldpolitik: Der nachlassende Zinsvorteil des Dollars
Der wichtigste kurzfristige Treiber ist die veränderte Zinserwartung. Für 2026 rechnen viele Banken mit weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank. Der Leitzins könnte in Richtung 3,25 bis 3,5 % fallen [5][6]. Damit schrumpft der Zinsvorteil, der den Dollar in den vergangenen Jahren getragen hat.

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