Mit dem Börsengang von SpaceX im Juni 2026 wurden nach Unternehmensangaben und übereinstimmenden Medienberichten rund 75 Milliarden US-Dollar frisches Kapital aufgenommen. Gleichzeitig werden für die KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic weitere milliardenschwere Kapitalmaßnahmen diskutiert. Beide Unternehmen haben zuletzt Bewertungen erreicht, die noch vor wenigen Jahren als unrealistisch gegolten hätten.

Angesichts solcher Summen stellte sich eine scheinbar einfache Frage:

Ist eigentlich genug Geld da?

Die Frage wirkt zunächst fast naiv. Schließlich lesen wir täglich von Haushaltskrisen, steigenden Staatsschulden, angespannten öffentlichen Kassen und Finanzierungssorgen vieler Unternehmen. Gleichzeitig scheinen einzelne Technologieunternehmen innerhalb kürzester Zeit Summen mobilisieren zu können, die größer sind als die Jahreshaushalte vieler Staaten.

Wer dieser Frage nachgeht, landet jedoch schnell bei einer der zentralen Fragen moderner Finanzmärkte: wie sieht letztendlich die Bewertungsgrundlage aus und ist diese realistisch?
Zunächst muss zwischen Geld und Kapital unterschieden werden. Geld dient als Zahlungsmittel. Kapital ist Geld, das investiert werden soll. Genau hier zeigt sich die erste Überraschung: An Kapital mangelt es weltweit derzeit keineswegs.

Der ganze Beitrag: IPO und Bewertung Space X