Warum Excel nicht mehr reicht

Wer in den Unternehmen Investitionsentscheidungen begleitet, kennt das Bild: Eine Excel-Datei, fünf Versionen, unklare Annahmen, keine Szenarioanalyse. Das Ergebnis ist eine Zahl – aber keine Entscheidungsgrundlage.

Genau das war der Ausgangspunkt für MeisCon Investitionsanalyse, ein lokal laufendes Tool das im Rahmen der Überarbeitung meines Buches „Finanzwirtschaft in der Internetökonomie“ zusammen mit der KI Claude entwickelt habe. Der Grundgedanke: Was gut gebaut ist, erklärt sich fast von selbst. Die App liegt in einer ersten Fassung vor.
Das Prinzip: Standardisierung vor Intelligenz
Das Tool folgt einer Pipeline-Logik in sieben Phasen – von der strategischen Beschreibung bis zum Entscheidungsoutput. Das Leitprinzip ist dasselbe wie in der auf diesem Blog bereits erwähnten Due-Diligence-Pipeline: Standardisierung vor Intelligenz. Erst die Struktur, dann die Analyse, dann die KI.

Herzstück ist das sogenannte Fritz-Format: eine verbindliche Excel-Struktur die Cashflows nicht als Annahme, sondern als Ergebnis aus Gewinn, Steuern, AfA und Rückstellungen berechnet. Wer das Modell befüllt, hat sich gezwungen seine Annahmen explizit zu machen.

Was die App leistet – und was Excel nicht kann
Die klassischen Kennzahlen NPV, IRR, MIRR und Payback kann Excel auch rechnen. Der Unterschied liegt woanders.
Die App verbindet die qualitative Dimension (Phase 1: Strategie, Markt, Wettbewerb, Alternativen) mit der quantitativen Dimension (Phasen 3–7: Kennzahlen, Szenarien, Sensitivität).

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