Archiv Samstag 19th 2015f Dezember 2015 05:17:02 PM

Crowdinvesting hebt nicht ab….

In einer Studie der Verbraucherzentrale NRW wurden die Crowdinvestingportale einmal untersucht. Sicher sind die Ergebnisse auch vor dem Hintergrund des Verbraucherschutzes interessant (Darstellung der Risiken auf den Portalen, Verbraucherinformationsblatt..etc.), aber erstaunlich ist der folgender Hinweis: „Während des Marktchecks von Oktober bis November 2015 hatten 10 der 23 Plattformen kein Angebot eingestellt. Auf den restlichen 13 wurden gerade mal ein bis fünf Projekte vorgestellt.“

Einen etwas optimistischern Ansatz (in der Tendenz aber auch kritisch, denn die Wachstumsaussichten für das klassische Start Up-Crowdinvesting werden als verhalten bezeichnet) findet man in dem Crowdinvsting-Monitor von Ende Sept.2015

Wir werden dies alles auf diesem und anderen Blogs und wissenschaftlichen Arbeiten noch etwas gründlicher untersuchen müssen. Es bleibt festzuhalten: Crowdlending wächst stärker, die Start-Up-Finanzierung verliert an Schwung und bei der Mittelstandsfinanzierung gibt es noch keine Crowdstärkung. Die Anleger sind renditeorientierter als in den Anfängen des Crowdfundings und sie wollen sich – neben ihrem Assetportfolio – auch ein Crowdportfolio zusammen stellen, das Ihnen Chancen von Start-ups und Small Caps eröffnet und die Risiken streuen hilft. Hierzu gibt es allerdings nur eine unzureichende Infrastruktur und zu wenige (auch steuerliche) Anreize. Das Kleinanlgerschutzgesetz hat darüber hinaus schon seine Wirkung entfaltet und es wird erneut gezeigt, dass Deutschland in absehbarer Zeit kein fortschrittliches Land in Sachen Finanzierung werden wird.

Interessant eine Schweizer Studie zur Schwarmfinanzierung.

Angebot: Mit Fundingcircle und MeisCon zu einer umfassenden Finanzierung!

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

mal in eigener Sache: Sie suchen eine Fremdfinanzierung, vielleicht in Verbindung mit zusätzlichem Eigenkapital? Bitte wenden Sie sich an uns – im Verbund mit der größten europäischen Crowdlendingplattform können wir Ihnen ein gutes Angebot machen. Die Plattform checkt Ihre Bonität und entscheidet schnell über die Präsentation Ihres Kreditprojektes auf der Plattform. Darüber hinaus können wir Ihnen über eine Crowdinvestingplattform zusätzliches Eigenkapital beschaffen.

Entscheiden Sie sich für die Art der Finanzierung von morgen und machen Sie darüber hinaus Ihr Unternehmen, Ihr Projekt und Ihr Produkt über die Plattformen bekannt und verbessern Ihre Ertragsposition!

Zu MeisCon klicken Sie hier: MeisCon

Studie zur Mittelstandsfinanzierung

Diese Studie 14_studie_2014_final-commerzbank macht deutlich, dass das Innovationsstreben des Mittelstandes in Deutschland noch erheblichen Spielraum nach oben hat. Es zeigt sich eine gewisse Beharrungstendenz der mittelständischen Wirtschaft. Da sich Forschungsaspekte auch auf die Zukunft beziehen, sind diese Tendenzen im Zuge der sich anbahnenden stärkeren Digitalisierung der Wirtschaft (alle sprechen von „Industrie 4.0“) bedenklich. Qulitative Wachstumspfade für Unternehmen, die auch mit quantitativem Wachstum einhergehen können, sind ohne Adaption des technischen Fortschritts nicht denkbar. Daher: was hindert die Unternehmen daran, einen geeigneten Wachstumspfad mit einem Finanzierungsmix zu gestalten, der auch Crowdlending, Crowdinvesting, Leasing und Factoring neben den eigenen Mitteln umfasst?

Die Fa. MeisCon möchte hier gerne Theorie und Praxis zueinander bringen und bietet ein ausgewogenes Beratungskonzept an. Kontaktdaten unter MeisCon.

Digitale Finanzwirtschaft – die Finanzwelt häutet sich……

Liebe Leser dieses Blogs,

es ist erfreulich, dass ich mit aktuellen Diskussionen und mit eigenen Beiträgen in diesem Blog einige Menschen auf das Thema Finanzen, Demokratie und Technische Entwicklung aufmerksam mache (im Schnitt besuchen mich auf beiden Blogs rd. 4000 Nutzer im Monat).

Wie geht es Ihnen in dieser schnelllebigen Zeit: masssive technische Fortschritte in der Internetökonomie, politische Verwerfungen, neue Entwicklungen in der Globalisierung und eine Finanzwelt, die im extremen Wandel begriffen ist? Exponentiell wachsende Rechner- und Übertragungsleistungen stellen uns vor immer neue Herausforderungen. Die Dominanz der „Maschinen“ (siehe The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird von Erik Brynjolfsson und Andrew Mcaffee) und die schöne neue Welt der Netzwerke und der digitalen Produkte (siehe Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft: Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus von Jeremy Rifkin) erzeugen eine neue Qualität in dieser Debatte – auch für die Finanzwelt. Dies ist häufig mehr ein Kulturkampf, z.B. bei Unternehmen, die tatsächlich denken, ihre Unternehmensdaten wären am besten nicht öffentlich (was man verstehen kann) und von Banken, die denken, es kann alles so weitergehen wie bisher – einige neue Regulierungsvorschriften und ein wenig neues Marketing und dann passt das schon. Dazu kommen Illusionen bei Anlegern, die einfach hinnehmen müssen, dass in dieser Zeit nur geringe Zinsen zu verdienen sind und ihre Spar- und Lebensversicherungsprodukte immer mehr erodieren. Was passiert hier? Macht es Sinn, das einfach auszublenden?

„Das Finanzsystem dient unserer Gesellschaft im Moment nicht gut. Es dient sicher nicht so gut, wie es eigentlich könnte. Es ist eine Last für die Wirtschaft“. So Stanford-Professorin Admati in einem jüngst veröffentlichten Vortrag, den ich über Deutsche Wirtschaftsnachrichten auf meinem börsencrash blog zugänglich mache. Die Expertin schreibt auch: „Einige Regulierungen sind nichts anderes als verschwenderische Scharaden. Sie verschaffen vielen Anwälten, Beratern und Regulatoren Vollbeschäftigung und die Möglichkeit zum Jobwechsel. Der Gesellschaft entsteht kein Nutzen, welcher die Kosten rechtfertigen würde.“ Dies ist schwerer Tobak und in dem Vortrag wird die Expertin noch deutlicher…..

Glauben Sie, dass all diese Aspekte Ihr Leben nur ungenügend berühren? Das Ihre Kinder nicht berührt werden? Ich muss Ihnen sagen: Sie täuschen sich. Mittlerweile erkennen immer mehr Ökonomen, dass es so nicht geht. Es ändert sich was (siehe auch Piketti und andere…)

Hunderte von Milliarden Euro wurden weltweit zur Bankenrettung eingesetzt und haben Frust hinterlassen. Nein, der Stand der Dinge ist der: die sich anbahnenden Veränderungen in der Finanzwelt (und nicht nur da) sind disruptiv und verstörend. Es ist einfach so, dass Finanzprodukte Informationsprodukte sind und daher massiv von den Veränderungen der Internetökonomie betroffen sind. Bitcoins, Algorithmen und Big Data – das ist der Stoff, aus denen neue Produkte in der Finanzwelt zukünftig gestrickt werden. Aufgeklärte Bürger und Anleger lassen sich in Zukunft bei Finanzdingen nicht mehr an der Nase herum führen – sie sammeln im Netz und Communities Informationen zu Finanzprodukten, sie kündigen ihre unergiebigen Versicherungs- und Sparverträge, sie legen ihr Geld nachhaltig über Crowdfunding und Fonds an, sie achten auf die Kosten, sie werden AUTONOM.

Dies wird auch der Fokus in der Überarbeitung meines Buches „Die Finanzwirtschaft in der Internetökonomie“ (oder neu „Digitale Finanzwirtschaft“) sein, das ich als E-Book konzipieren werde, weil es einfach nicht mehr passt….Bücher nur zu drucken. Auf diesem Blog halte ich Sie auf dem laufenden….

Heiner Flassbeck zum Stand der Wissenschaft und zur Euro-Krise: Europäische Schlafwandler

Hier der o.g. Votrag.

Hier auf meinem Börsencrash Blog auch ein paar Beiträge von Piketti, Stiglitz u.a.

Wenn die europäische Idee durch schwerwiegende wirtschaftliche Fehlentwicklingen, wie sie Flassbeck analysiert (letztendlich fährt Deutschland mit Europa einen Austritätskurs mit gravierenden Folgen für das „europäische Haus“), sehr stark kompromittiert wird, können wir heute schon absehen, wie Historiker darüber urteilen werden. Flassbeck sieht sogar ein dramatisches Auseinanderfallen der Eurozone in wenigen Jahren voraus, wenn in Frankreich oder anderen Ländern Populisten an die Macht kommen…..

Zu dem Thema „Griechenland“ ein interessanter Kommentar in der Süddeutschen Zeitung (online – heute 15.Juli 15)