Archiv Montag 22nd 2013f Juli 2013 05:59:36 PM

Was ist das nur, dass die Menschen die Beschäftigung mit Geld für so etwas Schreckliches halten………

In dem folgenden Spiegel-Online-Artikel geht es um die Frage, wie sich Menschen zu Ihrer Altersvorsorge stellen: „Kein Wunder, dass viele Menschen inzwischen lieber zum Zahnarzt gehen, als die eigenen Fonds und Versicherungen kritisch zu durchleuchten. Nichtstun als Lösung – das ist populär, und zwar nicht nur aus Geldmangel.“

Ein schönes Bild, das da gezeichnet wird, aber wohl wahr. Es ist nun auch Aufgabe der Finanzwissenschaft, sich damit auseinander zu setzen, denn alle schönen Modelle können nicht erklären, was da passiert. Natürlich sind Modelle mit intertemporalen Präferenzannahmen mathematisch schön anzusehen, aber in vielen Bereichen hilft heute nur das Erkenntnispotenzial der Behavioral Finance, die die Verhaltensweisen und Entscheidungsverzerrungen der Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Eigentlich ist alles sehr einfach (hier verweisen wir auf das neue Buch von M. Kröner, zu dem wir hier auch bald eine kleine Buchbesprechung aufzeigen werden: „Kümmer Dich um Dein Geld -Sonst tun es andere“):

Beschäftigen Sie sich pro Woche in wenigen Minuten mit Ihrem Geld. Checken Sie einschlägige Finanzcommunities wie finanzen.net oder wallstreet online u.ä. und hören Sie sich um. Gehen Sie bei der Altersversorgung der Frage nach, was mit Ihren Lebensversicherungen ist oder ob es überhaupt Sinn macht, so etwas abzuschliessen. Schauen Sie auf Alternativen, wie Sparen mit Indexfonds, einfachen Zertifikaten oder wenigstens besser verzinsten Tagesgeldangeboten. Schauen Sie immer auch auf die Kosten und wenn Sie mal einen Fachbegriff nicht verstehen, gibt es eine Reihe von Ratgebern im Netz oder auch Wikipedia! Und wenn Sie in Aktien investieren, streuen Sie auch global! So hat Prof. Weber aus Mannheim einen interessanten Weltfonds aufgelegt, machen Sie sich schlau.

Haben Sie keine Scheu, nutzen Sie auch die Erkenntnisse der Wissenschaft und behalten in schwierigen volatilen Phasen an den Märkten die Nerven.