Why Bitcoin falls down

Why Bitcoin Falls Down.

Remember the mantra. Tech innovations swing between the extremes of meme and electricity. Memes are human sentiment, the animal spirits of the market shooting up and crashing down. Yahoo message boards, Reddit posts, Telegram communities, excited media articles. Electricity, however, is real. It’s discovery and taming led to an industrial revolution, light and progress. Today’s laundromats might be boring and tame, but imagine the first robotic clothes washer animated by electric powers unseen. All tech innovations have a bit of each. Crypto is enjoying its meme moment. Why is Bitcoin going down, after it went up? Let’s talk about the factors that are adding up to the current sentiment.

(1) The first is definitional — Bitcoin (and all crypto) is a volatile early stage technology asset and these massive run-ups and falls are a feature of the asset class, not an exception.

(2) The second is that data points about hacks and Ponzi schemes have been dominating the news. From Tether (which may be trying to print billions of sovereign currency) to Bitconnect (likely Ponzi scheme with a proprietary coin falling from $2.6 billion in marketcap) the Coincheck hack ($500 million Japanese exchange hack), to Arise Bank ($600 million ICO shutdown by the SEC), billions of USD equivalent value keep are literally evaporating from the crypto economy due to bad actors. These issues are not new in the space, but now there is mainstream attention with nearly at trillion at stake, and the regulators are starting in enforcement actions.

(3) The futures market that so many crypto natives were excited about allow professional investors to actually take a bearish view. Oops. This sentiment should reflect back into the price mechanically.

(4) Decentralized systems will supposedly erode the control of centralized systems. So we should not be surprised when centralized systems fight back when coopted for this purpose — from Facebook’s Bitcoin ad block and regulator crackdown on fake bots, to the refusal of credit card issuers and banks to keep financing crypto purchases, to asset managers like Vanguard announcing they won’t create vehicles for the asset class.

None of this should be new information. If in 2002 you asked the music labels whether they like Napster, not only would they answer with a resounding NO, but they would talk about Digital Rights Management and all their plans to fight back. Welcome to creating product-market fit.

Auszug aus dem aktuellen Newsletter vom 5.2 18 von Autonomous Next

Bitcoins und der Windfall-Profit

Je teurer der Bitcoin wird, umso lauter werden die Fragen ob der Tauglichkeit des Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel oder Transaktionsmittel. In erster Linie geht es um den sagenhaften Kursverlauf: von 1030 Dollar im Januar auf jetzt 17.000 Dollar. Die mediale Aufmerksamtkeit hängt alleine an dieser Entwicklung.
Was lese ich heute (15.12.17) bei Spiegel-Online in einem Kommentar von Herrn Fricke:

„Der Mensch scheint für den Umgang mit virtuellen Werten einfach nur sehr eingeschränkt geeignet. Höchste Zeit, uns vor uns selbst zu schützen und den Spuk zu beenden.“

Tja, so einfach ist das nicht. Den Spuk kann keiner mehr beenden – er ist Realität. Virtuelle Währungen sind Realität und werden es noch mehr werden. Ein suboptimales Finanzsystem hat es eigentlich verdient, durch eine Disruption – sagen wir – zumindest verstört zu werden. Bitcoins sind errechnetes Geld, das blitzschnell transferiert werden kann und in seinem Umfang auf 21 Mio. beschränkt ist (die letzten Coins werden wohl im Jahr 2040 geschaffen, heute sind bereits über 16 Mio. geschürft worden.) Es ist ein klarer Prozess: wenn die Menschen glauben, dass Wert im Bitcoins steckt, wird er es auch schaffen auf über 50.000 € zu springen; wer es nicht glaubt, kann über Futures gerne dagegen wetten. Die Welt ist, was dies betrifft, nicht unüberschaubar, sondern sehr einfach.

Andererseits muss man genau beobachten, wie sich die Anteile der Mining-Pools entwickeln – immerhin teilen sich die 5 größten Pools rd. 58 % der Hashrate (die Hash Rate ist die Maßeinheit der Rechenkraft des Bitcoin-Netzwerks). Die Konzentration dieser Kraft ist schädlich für das gesamte Netzwerk, so gibt es andere Schätzungen, die davon ausgehen, dass rd. 80 % der Miningaktivitäten in China stattfinden (Artikel hier). Bedenkenswert ist auch der hohe Stromverbrauch für das Mining eines Bitcoin, der die gesamten Miningkosten in die Höhe treibt. So kostet es heute rd. 6000 Dollar einen Bitcoin herzustellen; mit wachsender Tendenz für das nächste Jahr (siehe hier der Artikel bei Watson). Da viele Miningfarmen in China beheimatet sind und der Strom aus Kohleverstromung kommt, ist die Umweltbeeinträchtigung alamierend.

Wir hoffen, dass die Gewinner aus den Kryptowährungen – es sind Windfall-Profits – ihre Mittel in viele gute ICO’s (also Initial Coin Offerings – eine Art virtueller Börsengang) investieren und die Kritiker Lügen strafen, dass diese Entwicklung keine Werte zustande bringt. Hierzu muss allerdings noch geforscht werden, denn dazu liegen noch zu wenige Daten vor.

Empfehlung: Mit MeisCon zu Crowdfunding

Neben der Empfehlung einer neuen Bankbeziehung für Sie (siehe oben N26), eine weitere Empfehlung:
Wir vermitteln über große deutsche Plattformen mezzanines Kapital (über Crowdinvesting) und Fremdkapital (über Crowdlending). Nutzen Sie neue Finanzierungsmöglichkeiten. Näheres auf meiner Firmenseite. Wir beraten Sie und begleiten Sie bis zur erfolgreichen Finanzierung – und dies zu günstigen Konditionen.
MeisCon

Warum Blockchain und Bitcoin die Konsequenzen der Internetökonomie sind…………………..

Seit meiner ersten Auflage der „Einführung in die Internetökonomie“ im Jahre 2004 (dem IPO von Google) fragen mich Freunde und Kollegen, was es mit dem Begriff „Internetökonomie“ auf sich hat. Nun haben der amerikanische Ökonom Varian und andere schon Ende der 90-er Jahre mit ihren Veröffentlichungen die Netzwerkwirtschaft skizziert und theoretisch begründet und viele andere haben den Begriff benutzt, aber mit den Ereignisen der 2000-Krise und dem darauffolgenden Crash ist den Menschen dieser Begriff etwas suspekt geworden.
Wir sehen heute, dass die sog. „Digitalisierung“ in allen möglichen Wirtschaftsbereichen (teilweise mit Sorge, teilweise mit zu viel Euphorie betrachtet) entscheidende Veränderungen bewirkt – vieles habe ich auf diesem Blog schon angesprochen (Machine Learning, Verlust der menschlichen Autonomie etc.) und das alles hat auch mit der Netzwerkwirtschaft zu tun (die wir Internetökonomie nennen) – wie das Internet der Dinge etc.
Verglichen mit anderen ökonomischen Ansätzen ist die Internetökonomie keine reine Lehre der Märkte und der Preise – sie ist keine Geldtheorie und viel weniger noch eine Außenhandelstheorie. Sie ist aber der Ausdruck einer technischen Dominanz der Verflechtungen in den Märkten. Sie ist zweifelsohne eine „andere Ökonomie“; Wettbewerb findet häufig in einem veränderten Umfeld von technischen Dominanzen und Entwicklungen statt, Preise werden dynmamisch und zuweilen auch erratisch gebildet; bei vielen Produkten werden Grenzkosten von Null unterstellt (siehe die Inhalteangebote u.ä.) mit erheblichen Auswirkungen auf die Preisbildung und die Angebotsfunktion.

Und wenn wir zum Geld kommen: Geld wird, wie Vieles in der Internetökonomie, errechnet und über Algorithmen abgebildet. Geld wird nicht mehr zentral angeboten, Geld wird nicht mehr zentral über Banken und Zentralbanken gemanagt: Geld ist das Ergebnis eines Rechen- und Abwicklungsprozesses! Dies zu verstehen, ist der entscheidende Punkt. Die Blockchain (siehe die Beiträge und Informationen in der blogroll und unten) ist nicht nur eine Wertekette, sie ist ein neues dezentrales Ordnungsprinzip! Die Blockchain ist der NEXUS einer neuen Ökonomie. Sie ist eine logische Konsequenz des Peer-to-Peer-Gedankens (also der dezentralen Transaktionsmöglichkeiten) – es gibt keine zentrale Macht mehr.

Warum alternative Finanzierungen?

Der Wunsch nach alternativen Finanzierungen für KMU’s und Start-ups ist ungebrochen, dennoch sprechen die Daten eine ziemlich eindeutige Sprache. Nur 17 Mio. € wurden in Deutschland in den ersten 3 Quartalen für Crowdfunding von Start-ups und kleinen Unternehmen (im Immoblilienbereich sind es 100 Mio. € in diesem Zeitraum) eingesammelt – siehe hierzu die aktuellen Marktdaten von Crowdfunding Marktdaten. Für den Unternehmensbereich sind das zwar Steigerungen von über 20 % gegenüber dem Vorjahr (in den ersten 3 Quartalen), dennoch sind die Zahlen mehr als ernüchternd. Das Statistische Bundesamt nennt ein paar höhrer Zahlen für Crowdinvesting in Unternehmen (für 2017 werden rd. 57 Mio. € in Deutschland prognostiziert – verglichen mit 148 Mio. € für Frankreich und 778 Mio. € für Großbritannien). Die Zahlen unterschiedlicher Quellen unterscheiden sich zuweilen deutlich.

Der Immobilienboom beim Crowdfunding in Deutschland kommt nicht von ungefähr, denn die Deutschen haben in den letzten Jahren vermehrt in (eigene) Immobilien investiert. Bezeichnend scheint auch das Aktienengagement der Deutschen mit dem sich nur schwach entwickelnden Crowdinvestingmarkt korreliert.
Was sind die Ursachen? Die Ursachen sind schwer auszumachen: nur die Regulierung hier zu nennen, würde zu kurz greifen. Es gibt in der Öffentlichkeit häufig ein Interesse an Crowdfunding, wenn ein Projekt gescheitert ist. Was fehlt, ist eine eindeutige Ausrichtung der Finanzwirtschaft in Richtung innovativer Konzepte. Natürlich wird die Blockchain-Technologie hier eine Weiterentwicklung ermöglichen, aber die moderen Finanzwirtschaft lebt nicht nur von neuen Technologien und Produkten (zu den ICO’s habe ich unten etwas ausgeführt!), sie lebt von der Überzeugung, dass neue Finanzierungsformen möglich, erfolgreich und vor allem sehr hilfreich für Unternehmen und Start-ups sein können. Alternative Finanzierungen wie Crowdfunding sind am Beginn der Reifephase, aber ohne mediale Unterstützung und – ja auch – staatliche Unterstützung wird es nicht gehen. Aufklärungsarbeit tut not – hier sollten sich die Plattformen mit ihren Verbänden intensiver zusammen tun und für die „neue Finanzwirtschaft“ werben. Die Unternehmen und Start-ups erkennen noch viel zu selten das Potential dieser Modernisierung.
Crowdfunding und Crowdinvesting werden natürlich wachsen, aber zum „Abheben“ braucht es gemeinsame Anstrengungen; vielleicht bilden die ICO’s da eine hilfreiche Weiterentwicklung an.

Hier ein aktueller interessanter Eindruck, was sich zurzeit in der „Szene“ tut…..der autonomus-next-newsletter-auszug_30-10-17.

ICO’s, Finanzierungsnetzwerke, Ethereum-Projekte…………

Die Zeit ist extrem schnelllebig….nach der Veröffentlichung meiner „Finanzwirtschaft in der Internetökonomie“ bei Springer haben schon die Arbeiten an der nächsten Auflage in 2 Jahren begonnen.
Daher auf diesem Blog ein paar Schlaglichter:

Wie sieht es mit den ICO’s aus, die gerade oft besprochen werden (Initial Coin Offering). Näheres hierzu auf diesem Blockgeek-Tutorial! – hier werden auch Tutorials für Blockchainanwendungen gepostet – und bei Smith+Crown können Sie Analyseberichte und Hintergrundinformationen zu den ICO’s erhalten.

Ein besondere Herausforderung sind diese neuen Technologien schon, aber die unregulierte Entwicklung von ICO’s bringt große Unsicherheiten mit sich; andererseits ist es schon bemerkenswert, wenn die Technologie das Funding von großen Summen in kürzester Zeit (On June 12, 2017, an Ethereum based called Bancor held its ICO. It raised $153 million in 3 hours. No, you are not reading it wrong, 153 million…..in 3 hours!!!) ermöglich: dies muss intensiver untersucht werden! Die Forschung ist hier ganz in den Anfängen; die reale Entwicklung wird folglich kaum durch die Forschung erfasst.

Sollte die Blockchaintechnologie in ihren Ethereum- und ICO-Anwendungen große Fundingquellen freisetzen, dann können wir an dieser Stelle nur auf eine beschleunigte Rahmengebung – auch durch die Finanzregulierung – hoffen, damit die Anwendungen fruchtbar werden können. Die Vorstellung, Projekte können durch eine Ethereumanwendung und durch eine eigene Kryptowährung schnell finanziert werden, hat große Reize: damit wäre die P2P-Finanzierung einen großen Schritt weiter gekommen.

Ein paar Schlaglichter auf die aktuelle Diskussion um Bitcoin

Es ist zu erwarten, dass sich Banken sehr kritisch zu den Kryptowährungen äußern – so hat JP Morgan Chef Dimon Bitcoin mit Betrugsvorbehalten versehen (siehe hierzu die Antwort von John McAfee) und in der Presse ist nach dem Boom von Bitcoin die letzten Monate das Thema ständig auf dem Schirm, weil sich offensichtlich etwas Herausragendes hier tut. Immerhin haben die Kryptowährungen das Zeug, neue Finanzstrukturen zu ermöglichen!

Es passierte in diesem Sommer auch viel: die Währung Bitcoin hat sich am 1. August 2017 gespalten (siehe den Handelsblattblattartikel hier) und die chinesische Regierung will aktuell mit Stand Mitte September 2017 den Bitcoinhandel eindämmen.

Natürlich beunruhigt der Kursrutsch die Anleger und Investoren genauso wie der Boom sie die letzten Monate entzückt hatte. Das Thema ist also nichts für Investoren mit schwachen Nerven! Dennoch wird Bitcoin weiterhin eine Herausforderung sein.

Im übrigen gibt es ja auch noch die Konkurrenzwährung Ether, die viel Potential hat und nicht ganz so volatil ist.

Zudem arbeiten Entwickler schon an Derivaten für Bitcoin et.al., so dass wir hier wohl bald eine segensreiche Anwendung von Smart Contracts sehen können (zu den Details siehe die vielen Beiträge auf diesem Blog.)

Hier noch ein interessanter Artikel aus der Zeit. und hier ein Artikel zu einer möglichen weiteren Spaltung im Handelsblatt-Online vom 21.9-17.

Die Bundesbank hat sich auch in einem Beitrag im Monatsbericht vom 18.9.17 zu Blockchain geäußert.

Meine neue Auflage „Finanzwirtschaft in der Internetökonomie“……….

Liebe Freunde
Meine Neuauflage ist mittlerweile bei Springer erschienen!
Danke an Springer für den Support! Danke an meine Frau für die grafische Unterstützung!

Dieses Buch thematisiert den Zusammenhang zwischen den Inhalten von Finanzprodukten und den Transaktionsmöglichkeiten mit Hilfe von unterschiedlichen Portalen, auf denen Finanzprodukte dargestellt und gehandelt werden können. Je besser ein Nutzer ein Finanzprodukt versteht, umso souveräner wird er damit umgehen. Ein Nutzer kann dann leicht erkennen, ob sich ein Projekt oder Produkt für ihn lohnt oder nicht. Wenn ihm dann auch noch bewusst ist, dass er gefühlsmäßigen Verzerrungen unterliegt, fällt ihm eine realistische Einschätzung noch leichter.

Harald Meisner geht dabei sowohl auf die Transaktionsmöglichkeiten im B2C-, im B2B- als auch im C2C-Bereich ein. Die Themengebiete umfassen die gängigsten neuen Technologien im Finanzsektor wie die
Blockchain und die damit verbundenen Smart Contracts.

Der Inhalt

• Grundlagen der Internetökonomie
• Angebotsfaktoren in der Internetökonomie
• Elektronische Märkte und Finanzwirtschaft
• Investitionsentscheidungen in der Internetökonomie
• Finanzierungen in der Internetökonomie
• Neue Herausforderungen in der Finanzsphäre
• Wege zur neuen Finanzwirtschaft

Der Autor
Dr. Harald Meisner ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft
an der Rheinischen Fachhochschule Köln und nebenberuflich im Beratungssegment
für kleinere und mittlere Unternehmen für Crowdfinancing tätig.

Konsequenzen der Internetökonomie

Die Beiträge auf diesem Blog sind überwiegend auf wirtschaftliche und technische Veränderungen im Rahmen der Internetökonomie bezogen. Dabei wird des öfteren darauf hingewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Wohlfahrt, Technologie und Verteilung gibt. Die Prozesse der Veränderung dynamisieren sich ständig und sind getrieben von den technologischen Faktoren. Die Internetökonomie mit Big Data, Blockchain-Technologien und Algorithmenherrschaft ist eben nicht nur eine Technologie, sondern sie ist eigentlich die Grundlage einer neuen Art zu wirtschaften und zu denken!

Ein betriebswirtschaftliches Beispiel aus einer wichtigen Studie von BCG, die hier schon einmal auf diesem Blog erwähnt wurde, verdeutlicht rudimentär das Problem der Substitution von Arbeitskräften:
„A human welder (Schweißer) today earns around $25 per hour (including benefits), while the equivalent operating cost per hour for a robot is around $8 when installation, maintenance, and the operating costs of all hardware, software, and peripherals are amortized over a five-year depreciation period. In 15 years, that gap will widen even more dramatically. The operating cost per hour for a robot doing similar welding tasks could plunge to as little as $2 when improvements in its performance are factored in.“

Andererseits ist die Künstliche Intelligenz (KI) wegweisend. KI, wie das Computerprogramm Watson von IBM, das in Mili-Sekunden Datenbanken für medizinische und viele andere Zwecke durchforstet und letztendlich zu einem semantischen Suchprogramm führt, wird die Wirtschaftswelt nachhaltig beeinflussen. Watson kann „den Sinn einer in natürlicher Sprache gestellten Frage erfassen und in einer großen Datenbank, die ebenfalls Texte in natürlicher Sprache umfasst, innerhalb kurzer Zeit die relevanten Passagen und Fakten auffinden. Eine derartige Software könnte in vielen Bereichen, etwa der medizinischen Diagnostik, komplexe Entscheidungen unterstützen, insbesondere wenn diese unter Zeitdruck getroffen werden müssen“ (Zitat Wikipedia zu Watson)-

Folgendes Zitat wird dem Wirtschafts-Nobelpreisträger Leontief zugeschrieben:
„Die Geschichte des technologischen Fortschritts der letzten 200 Jahre ist im Grunde die Geschichte der menschlichen Rasse, wie sie langsam, aber sicher versucht, den Weg zum Paradies wieder zu finden. Was würde allerdings passieren, wenn ihr dies gelänge? Alle Güter und Dienstleistungen wären verfügbar, ohne dass dafür Arbeit notwendig wäre, und niemand würde einer Erwerbsarbeit nachgehen. Nun heißt arbeitslos sein auch, keinen Lohn zu empfangen; so würden die Menschen, wenn sie auf die neue technologische Situation nicht mit einer neuen Politik der Einkommensverteilung reagieren würden, im Paradies verhungern …“
– Wassily Leontief“ (aus Wikipedia zum Paradies-Paradoxon, die Quelle ist allerdings nicht direkt Leontief, insofern ist die Urheberschaft nicht eindeutig).

Wir wollen in diesem kurzen Beitrag die Technologiediskussion nicht vertiefen, doch fehlt in der ganzen Betrachtung zuweilen das „große Ganze“: vereinfachend ausgedrückt bewegen wir uns tatsächlich in diese Richtung der Roboterisierung und der Künstlichen Intelligenz (und damit des Wegfalls von Arbeit) und viele Politiker und Ökonomen haben keine Vorstellung davon, wie der Sozialstaat in Zukunft aussehen kann. Da die Menschen Probleme mit der richtigen Einschätzung von exponentiellen Wachstumsprozessen haben und sich ein Unbehagen bezüglich der dynamischen Zukunftsentwicklung einstellt, ist es nicht verwunderlich, wenn sich hier kein Vertreter der häufiger erwähnten „Elite“ aus der Deckung wagt. Bedauerlicherweise kann dies zu Verwerfungen bis hin zu extremen Krisen (auch gewaltsamen Krisen) führen, wie die momentan anhaltende Populismus- und Globalisierungsdiskussion zeigt. Das oben erwähnte Paradies-Paradoxon kann als Bild dazu verleiten, sich mit diesem Zusammenhang von „Paradies“ und Verelendung zu beschäftigen. Ehrlich gesagt: Im Paradies zu verhungern, ist keine Option!

Interessant ist auch folgender Debattenbeitrag zu diesem Komplex von der Website Algorithmwatch!

Alle wollen was gegen die Ungleichheit tun….IWF, OECD…vielleicht schon zu spät…

In folgendem Online-Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 10-4-17 wird die Dramatik der aktuellen wirtschaftspolitischen Situation deutlich, doch hören die Worte zu wenige: „Der technologische Fortschritt lasse die Preise von Investitionsgütern „steil fallen“..“ also die Preise von Robotern und Maschinen..

Wenn der IWF und andere internationale Organisationen vom neoklassischen Glauben abfallen und die Probleme der Internetökonomie auf den Punkt bringen, wird die Befürchtung befeuert, dass „die Hütte brennt“.
Der IWF fordert in dieser Studie Fortbildung und Umverteilung, dabei wurde über eine „Maschinensteuer“ schon Ende der 80-er Jahr gesprochen. Die Diskussion über ein Grundeinkommen bleibt theoretisch….

Es ist tragisch, dass die Menschen technische Entwicklungen, die exponentiell verlaufen, nicht so richtig einschätzen können – noch tragischer ist es, dass die sog. „Eliten“ da keinen Unterschied machen und diese Herausforderungen – auch für Ihre eigenen Interessen – zu spät erkennen.

Dazu passt ganz gut dieser Spiegel-Online-Kommentar vom 16.06.17, wo die Einseitigkeit der deutschen Wirtschaftswissenschaftler kritisiert wird.